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Geschichte

Ein geschichtlicher Streifzug

Ende des 19. Jahrhunderts wurden Protestanten im Allgemeinen kaum noch daran gehindert, ihren Glauben öffentlich in Wien zu praktizieren. Allerdings gab es im Gegensatz zu den Katholiken kein eigenes Krankenhaus, das sich der geistigen und seelsorgerischen Belange der protestantischen Patienten annehmen konnte. Pfarrer Paul von Zimmermann war dann der Initiator für die Installierung des "Vereines für die Evangelische Diakonissen­sache in Wien", dessen zwölf Mitglieder den geistigen Grundstein für den Bau des "Diakonissen­krankenhauses" legten.

Im Jahre 1901 erfolgte, dank großzügiger Sponsoren­unterstützung, nach zweijähriger Bautätigkeit die Eröffnung. Anfangs waren es die Diakonissen, die von der damaligen Hauspflege sohin in ein zentrales Pflegehaus übersiedeln konnten, um nunmehr pflegerische Tätigkeiten durchführen zu können. Der Einzug der klassischen Medizin erfolgte erst später, denn zu jener Zeit waren Krankenhäuser in erster Linie Orte der seelischen Betreuung und der Schmerz­linderung.

Das Diakonissenspital im 18. Bezirk wurde nach nur zweijähriger Bauzeit eröffnet, um Menschen in leidvollen Situationen bestmögliche medizinische Hilfe, Linderung und Trost zu geben. Die pflegerische Betreuung erfolgte durch Diakonissen.

1903 übernahm der bekannte Bauchchirurg Dr. Josef Fabricius die Funktion als ärztlicher Direktor (links im Bild).

1905: Das Diakonissenkrankenhaus wurde vorübergehend zum Verwundetenspital.

In den schlimmen Jahren des 1. und 2. Weltkrieges sowie während der harten Zwischenkriegszeit half der liebevolle Einsatz der Diakonissen unzähligen Menschen, schwierige, oft hoffnungslos erscheinende Situationen zu meistern.

1933: Dr. Max Köhler, Facharzt für Chirurgie, führte das Diakonissenkrankenhaus als ärztlicher Direktor bis 1968.

Das Gebäude wurde erworben und provisorisch von 1930-1939 als Hospiz geführt. Von 1939-1945 diente es als Kriegslazarett.

Erster provisorischer Betrieb als Lazarett.

1947: Eröffnung des Evangelischen Krankenhauses auf der Rossauer Lände als internes Schwerpunktspital unter dem ärztlichen Direktor Dr. Arthur Hauer.

Gallneukirchner Diakonissen übergaben die Leitung des Krankenhauses an den Evangelischen Krankenhausverein Wien.

1970: Die letzte Diakonisse verließ das Evangelische Krankenhaus, das ab diesem Zeitpunkt ausschließlich nichtordensgebundene Schwestern und Pfleger beschäftigt.

1987: Unter Dr. Erich Sieber (Generalsekretär des Evangelischen Krankenhausvereins) wurde das Diakonissenspital Wien-Währing abgerissen, um die Errichtung einer modernen Klinik zu ermöglichen. Univ.-Prof. Dr. Gerald Pflüger wurde ärztlicher Direktor und Prim. Dr. Peter Weidinger ärztlicher Direktor am Standort Rossau.

März 1991: Nach mehrjährigen hohen Investitionen wurde das neue Evangelische Krankenhaus Wien als moderne, private, aber gemeinnützige Klinik mit insgesamt 180 Betten eröffnet. Medizinische Schwerpunkte: Orthopädie, Chirurgie, Innere Medizin und Neurologie.

1994: Frau Prim. Univ-Prof. Dr. Eva Maria Maida wurde Vorstand der Abteilung für Neurologie.

1998: Herr Prim. Dr. Günter Mostbeck wurde Leiter der internen Abteilung II.

Der Zubau mit rund 90 Betten wurde eröffnet und beherbergt fortan die bis dahin in Wien Alsergrund beheimateten Abteilungen. In weiterer Folge konnte das Evangelische Krankenhaus am Standort Hans-Sachs-Gasse 10-12 mit 284 Betten der ständig steigenden Nachfrage besser und rascher gerecht werden. Das EKH-Alsergrund wurde als Spital aufgelassen und der Diakonie Österreich zur Verfügung gestellt.

2003
Prim. Univ.-Prof. Dr. Gerald Pflüger entwickelte einen besonders gewebeschonenden, minimal-invasiven Zugang für Hüftgelenksoperationen.
Prim. Dr. Thomas Maca wurde Leiter der internen Abteilung III.

2004
Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Feil wurde neuer Vorstand der chirurgischen Abteilungen. Unter seiner Führung profilierte sich das EKH als Kompetenzzentrum für schonende chirurgische Operationstechniken.
Prim. Dr. Christian Emich wurde Leiter der internen Abteilung IV.

2005
Die Abteilung für Nuklearmedizin wurde eröffnet.

2006:

  • Der profilierte Rheumatologe, Osteologe und Spezialist für Autoimmunerkrankungen Doz. Dr. Peter Peichl wurde Vorstand der internen Abteilungen.
  • Prim. Dr. Peter Jiru wurde Leiter der Ambulanz.

2008:

  • Univ.-Prof. Dr. Sibylle Kozek-Langenecker übernahm das Primariat für Anästhesie und Schmerzmedizin. Das EKH etablierte sich als Zentrum für schmerzlose Magen- und Darmspiegelungen.

2009:

  • Prim. Dr. Sascha Sajer wurde Vorstand für physikalische Medizin.
  • Das EKH zählte zu den ersten Zentren für innovative Hochtontherapie zur Linderung von Nervenschmerzen.

2010:

  • Forcierung der Präanästhesie Ambulanz

2011:

  • Eröffnung der Spezialambulanz für Diabetes-Folgekrankheiten, Antibiotikabeauftragter Mediziner wurde etabliert
  • Röntgeninstitut Schwaighofer wurde zum Diagnostikzentrum Währing und steht seither den Patienten mit seinen volldigitalen Röntgengeräten  zur Verfügung.

2013:

  • Die Orthopädie wurde neu organisiert und mit zwei leitenden Funktionen durch Prim. Dr. Sabine Junk-Jantsch und Univ.-Doz. Dr. Thomas Müllner besetzt.
  • Das Tumorboard unter dem Vorsitz von Prim. Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Feil wurde gegründet.

2014:

  • Das Institut für Kopf- und Halserkrankungen wurde gegründet.
  • Die ärztliche Bildungsakademie wurde ins Leben gerufen.

2015:

  • Röntgeninstitut unter neuem Namen: Diagnosehaus 18

2016:

  • Prim. Univ.-Doz. Dr. Udo Zifko wurde neuer Abteilungsvorstand für Neurologie.

2017:

  • Anlässlich des Jubiläums „500 Jahre Reformation“ fand im EKH die Ausstellung „Woran ich glaube“ statt. Kunstwerke des 2008 verstorbenen Wiener Künstlers Kurt Kramer, in welchen symbolhafte Szenen aus dem Testament widergespiegelt werden, luden den Betrachter zur stillen Meditation und zur Verinnerlichung ein.
  • Innerhalb der Chirurgie wurde die Abteilung für Allgemein- und Gefäßchirurgie etabliert.
  • Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Feil, MAS, wurde ärztlicher Direktor.
  • Als eines der ersten Privatspitäler Österreichs wurde das Evangelische Krankenhaus Wien für wichtige Schlüsselbereiche ISO-zertifiziert.

2018:

  • Dem langjährigen Geschäftsführer Peter Munk folgten Mark Feder und Mag. (FH) Michael Entleitner, MBA.
  • Prim. Priv. Doz. Dr. Peter Peichl, MSc wurde ärztlicher Direktor.
  • Das Institut für Kopf- und Halserkrankungenwurde durch mehrere international anerkannte Experten erweitert. Als zentrale Anlaufstelle umfasst das Behandlungsspektrum nun neben der gesamten Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde auch die Kopf- und Halschirurgie sowie die Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie. Durch fachübergreifende Zusammenarbeit ist man seither auch für schwierige Patientenfälle gut gerüstet.

     

2019

  • Die Sono-Elastographie bot unseren Patienten erstmals eine rasche, schmerzfreie und sichere Abklärung, ob ein Schilddrüsenknoten tatsächlich operiert werden muss.
  • Neubesetzung der Pflegedirektion durch Frau Johanna Horn, MBA

Die intermittierende pneumatische Kompressionstechnik (IPK) wurde erstmals eingesetzt. Diese Hightech-Lymphdrainage ermöglicht eine kontinuierlich gute, gleichmäßige Durchblutung des Patienten bei operativen Eingriffen am Oberkörper, die mehr als drei Stunden dauern, wodurch das Thromboserisiko deutlich gesenkt wird.

2020:

  • Das Evangelische Krankenhaus präsentierte sein Leistungsspektrum im Rahmen der KroneFIT-Gesundheitsmesse. Medizin veranschaulicht durch begehbare Organmodelle, Ärztevorträge, direkte medizinische Beratung durch Experten für Neurologie, Gefäß-, Magen-, Darmerkrankungen, Orthopädie sowie HNO- und Augenerkrankungen, uvm.
  • Als erste Klinik in Österreich setzte das Evangelische Krankenhaus die Technik der Hightech-Schulternavigation ein. Durch dieses computergesteuerte Einbringen künstlicher Schultergelenke und der 3-D-Planung für den individuell optimalen Kunstgelenktyp gelingt eine exakte Positionierung des Implantats.
  • Prim. Dr. Johannes K. Stopfer wurde neuer Leiter der interdisziplinären Ambulanz.

2021

  • Diagnosesicherheit durch SynergyID-System. Dieses High-Tech-Instrumentarium projiziert die Details im Operationsgebiet präzise auf den Bildschirm. Behandlungsschritte wie das Legen von Bohrkanälen oder Verankerungen können somit noch punktgenauer erfolgen, das verkürzt Eingriffs- und Narkosezeiten und beugt Komplikationen vor. Diese Technologie lässt auch weniger Flüssigkeit ins benachbarte Gewebe abfließen. Schwellungen und Schmerzen in Knie oder Schulter sind geringer.
  • Neue Spezialambulanzen: Ambulanz für Brusterkrankungen, Ambulanz für plastische Chirurgie, Neuro-Covid-Ambulanz
  • Frau Mag. Michaela Klug, MSc wurde neue Pflegedirektorin.

2023

  • Eröffnung der neuen Tagesklinik mit 14 Liegeplätze für Patienten. Vorerst werden hier hauptsächlich Augen- und Varizenoperationen durchgeführt. In der Folge wird das Spektrum auf weitere tagesklinische Eingriffe wie z.B. in den Fächern Chirurgie, Urologie, HNO sowie plastische Chirurgie ausgedehnt.