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Neues Gefäßzentrum in Wien eröffnet

OA Dr. Herbert Mendel, Prim. Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Feil, Prim. Univ.-Prof. Dr. Georg Bischof, OA Dr. Silvia Hoffmann
OA Dr. Herbert Mendel, Prim. Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Feil, Prim. Univ.-Prof. Dr. Georg Bischof, OA Dr. Silvia Hoffmann

Evangelisches Krankenhaus leistet seit Jänner einen wichtigen Beitrag zur Versorgung von Patienten mit schweren Durchblutungsstörungen

(Wien, Jänner 2017) Jährlich sterben in Europa bereits mehr Menschen an den Folgen der Atherosklerose als an Krebs. Was diese Erkrankung so gefährlich macht, ist die Tatsache, dass sie praktisch den ganzen Körper betrifft. Zumeist zeigen sich die folgenschweren Gefäßverengungen als erstes in den Beinen. Speziell das in der Fachsprache als periphere arterielle Verschlusskrankheit (PAVK) bezeichnete und im Volksmund – verniedlicht - „Schaufensterkrankheit“ genannte Leiden ist auf dem Vormarsch: Risiko für Amputationen und Folgekrankheiten senken.


Ewa jeder Zehnte leidet ab dem 55. Lebensjahr an schmerzhaften Verengungen der Arterien im Bereich der Becken- und Beinregion. Bei den über 65-Jährigen sind etwa 20 Prozent betroffen, in der Altersgruppe 80+ schon mehr als ein Drittel. Die fatale und oft letale Folge: Binnen fünf Jahren nach der Diagnose erleiden rund 40% der Betroffenen einen Herzinfarkt oder Schlaganfall. Mehreren Tausend Gefäßpatienten müssen im weit fortgeschrittenen Stadium Zehen, Fuß oder gar ein Bein amputiert werden. Als besonders gefährdet gelten Raucher, Diabetiker und Menschen mit hohen Cholesterinwerten.


Erst kürzlich wurde auf einer Pressekonferenz vor dem Vormarsch der „Schaufensterkrankheit“ gewarnt und der Mangel an gefäßmedizinischen Zentren in Österreich kritisiert. Das Evangelische Krankenhaus-Wien hat diesem Umstand bereits Rechnung getragen und im Jänner die neue Abteilung für Allgemein- und Gefäßchirurgie im Verbund der Chirurgischen Abteilungen eröffnet. Sie wird von dem erfahrenen Allgemein- und Gefäßchirurgen, Prim. Univ.-Prof. Dr. Georg Bischof, geleitet. Ihm zur Seite steht ein gut eingespieltes Team von Gefäßchirurgen, das bereits seit Jahren eng mit der internistisch-angiologischen Abteilung (Leiter: Prim. Dr. Thomas Maca) und mit der neurologischen Abteilung (Vorstand: Prim. Univ.-Doz. Dr. Udo Zifko) zusammenarbeitet. Gemeinsam mit der radiologischen Abteilung von Prim. Univ.-Prof. Dr. Bernhard Schwaighofer („Diagnosehaus 18“) stehen Patienten somit sowohl diagnostische als auch alle therapeutischen Methoden zur Verfügung, um Durchblutungsstörungen adäquat nach höchsten medizinischen Standards behandeln zu können. Dazu zählt auch die professionelle Versorgung hartnäckiger Wunden, die im Evangelischen Krankenhaus unter der Ägide der zertifizierten Wundmanagerin DGKS Andrea Ritzengruber angeboten wird.


Neben der arteriellen nimmt auch die venöse Gefäßchirurgie seit Jahren einen wesentlichen Stellenwert am Evangelischen Krankenhaus ein. Alle bereits erprobten Methoden der Varizen- und Ulkuschirurgie werden hier angewendet und angeboten. Nach Interventionen und Operationen werden Patienten an der Abteilung für Anästhesie und Intensivmedizin (Leitung: Fr. Prim. Prof. Dr. S. Kozek-Langenecker) sicher und professionell betreut.

Das Team Gefäßchirurgie: Prim. Univ.-Prof. Dr. Georg Bischof, Prim. Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Feil, OA Dr. Herbert Mendel, OA Dr. Silvia Hoffmann

Wann soll der „Stoßdämpfer“ operiert werden?

Prim. Dr. Thomas Müllner

Mein Meniskus am rechten Knie ist schon ziemlich beeinträchtigt und schmerzt manchmal bei längerem Gehen immer wieder. Ich bin 74. Macht da eine Operation noch Sinn?

„Nicht jeder Meniskusschaden muss operiert werden, vor allem dann nicht, wenn es sich um einen abnützungsbedingten Schaden handelt. Bestehen bereits altersbedingte Begleiterscheinungen wie Muskelschwäche oder Arthrose, sind konservative Behandlungen wie Infiltrationen, physiotherapeutische Übungen und Krankengymnastik sinnvoll. Entscheidend für die weitere Behandlung sind unter anderem Alter, Beruf und sportliche Aktivitäten des Patienten sowie Schwere und Lokalisation des Risses. Auch Vor- oder Begleitverletzungen des Kniegelenks müssen abgeklärt werden. Eine OP sollte bei Belastungsschmerzen oder ständigen Bewegungseinschränkungen ins Auge gefasst werden.

Oberstes Ziel ist immer der größtmögliche Erhalt des Meniskus. Denn nur so kann seine stoßdämpfende Funktion erhalten bleiben und das Kniegelenk vor vorzeitigem Verschleiß, sprich Arthrose, geschützt werden.“

Kleine Risse können problemlos geglättet werden. Sofern bei größeren Rissen möglich, wird der Meniskus mittels arthroskopischer Operationsnahttechnik erhalten, um eine frühzeitige Arthrose zu vermeiden. Heute können wir bereits bei großen Rissen eine Leitstruktur aus biologischem Material einbringen, sodass Patienten mobiler werden und wieder aktiv am Leben teilnehmen können.“

Prim. Univ.-Doz. Dr. Thomas Müllner
FA für Orthopädie und orthopädische Chirurgie
FA für Unfallchirurgie
Vorstand der Abteilung für Orthopädie und Traumatologie

Computer-Navi fördert Haltbarkeit von Teilprothesen im Knie

Jeder 4. bis 5. Patient kann auch ohne vollständiges Kunstgelenk wieder schmerzfrei werden; auch Allergiker profitieren

(Wien, April 2016) Fortgeschrittene Kniearthrose zählt zu den quälendsten orthopädischen Leiden: Ist der Knorpel im Kniegelenk einmal zur Gänze geschädigt, kann dieser seine Funktion als Stoßdämpfer und Gleitlager nicht mehr erfüllen. Stiegen steigen, Radfahren und Wandern lässt sich dann nur mehr mit Hilfe von Schmerztabletten bewältigen. Und irgendwann ist auch noch der Schlaf durch Ruheschmerzen gestört… In dem Fall ist die so genannte Total-Endoprothese für viele die einzige Möglichkeit, Schmerzfreiheit und Mobilität wiederzuerlangen.

Patientenvorteile des „Halbschlittens“
Bei jedem 4. bis 5. Patienten sind die Knorpelschäden aber nur isoliert im äußeren oder inneren Kniegelenksbereich vorhanden. „Für diese Patienten ist eine Teilprothese, der so genannte „Halbschlitten“, eine ausgezeichnete Alternative. Im Vergleich zum vollständigen Kunstgelenk ist dieser Eingriff wesentlich schonender: weniger Schmerzen und Blutverlust, deutlich kürzerer Klinikaufenthalt und eine raschere Rehabilitation, wodurch es auch zügiger zu einer sehr guten Beweglichkeit kommt“, erläutert die orthopädische Chirurgin Primaria Dr. Sabine-Junk-Jantsch vom Evangelischen Krankenhaus-Wien.
Allerdings bedarf der Halbschlitten einer ganz präzisen Implantation, die bisher auch für geübte orthopädische Chirurgen eine große Herausforderung darstellte. „Die ganz exakte Positionierung der Prothesenteile und eine korrekte Bandspannung sind Grundvoraussetzungen für gute Ergebnisse und lange Haltbarkeit der Implantate“, gibt der Univ.-Doz. Dr. Max Böhler, orthopädischer Chirurg und Lehrbeauftragter an der Meduni-Wien zu bedenken.

Neue Technologien optimiert Haltbarkeit
Als eines der ersten Zentren steht nun im Evangelischen Krankenhaus eine neue Technologie zur Verfügung, die es ermöglicht, auch Teilprothesen mittels Computer-Navigation anatomisch exakt zu implantieren. Denn je genauer das künstliche Teilgelenk sitzt, desto geringer ist das Risiko, dass sich die gesunden Knorpelteile ungleichmäßig abreiben. Und das wirkt sich positiv aufs Langzeitergebnis, sprich: auf die Haltbarkeit dieser Teilprothese aus. „Diese High-Tech-Methode lässt es dank moderner, spezieller Computer-Software auch zu, die Bandspannung in Streckung und Beugung wirklich zu optimieren“, erklärt Doz. Böhler. Dadurch wird das Knie nicht nur schmerzfrei voll beweglich, sondern auch ausreichend stabil für verschiedene sportliche Aktivitäten. Prim. Junk-Jantsch: „Wir verwenden diese Navi-Technik seit 15 Jahren beim kompletten Kniegelenksersatz und erzielen damit eine Patientenzufriedenheit von über 90%. Unsere ersten Erfahrungen machen uns zuversichtlich, dass diese innovative Technologie auch beim Halbschlitten überdurchschnittlich gute Ergebnisse bewirkt.“

Ebenfalls neu: Hohe Verträglichkeit für Menschen mit Metallallergien
Ob vollständiges Kunstgelenk oder Halbschlitten: Es kommt, wenn auch selten, immer wieder vor, dass jemand eine Metallallergie hat. Für solche Patienten wurden mittlerweile Halbschlitten-Implantate mit spezieller Beschichtung entwickelt, die bei dieser Risikogruppe zusätzlich für mehr Verträglichkeit, Sicherheit und somit für längere Haltbarkeit sorgen.

Infos:
www.ekhwien.at
www.junk-jantsch.at
www.max.boehler.at

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Halbschlitten im Visier des Orthopiloten (Fotocredit: AB Braun Comp.)
Halbschlitten im Visier des Orthopiloten (Fotocredit: AB Braun Comp.)
v.l.n.r. Univ.-Doz. Dr. Max Böhler, Univ.-Prof. Dr. Gerald Pflüger & Prim. Dr. Sabine Junk-Jantsch
v.l.n.r. Univ.-Doz. Dr. Max Böhler, Univ.-Prof. Dr. Gerald Pflüger & Prim. Dr. Sabine Junk-Jantsch

Auch künftig kurze OP-Wartezeiten

Evangelisches Krankenhaus rüstet sich für die kommenden Herausforderungen

Seit 2010 verzeichnet das Evangelische Krankenhaus-Wien einen kontinuierlichen Anstieg an Operationen. So fanden etwa im Jahr 2015 nahezu 30% mehr Eingriffe statt als noch 2010.
Auch für die Vorgabe des Landes Wien zur Forcierung tagesklinischer Eingriffe will, bzw. muss man gerüstet sein. Ebenso besteht aufgrund gestiegener Standards im Bereich der Gesundheitsversorgung ein erheblicher Raumbedarf. Zu dem Zweck ist geplant, dringend benötigte OP-Nebenräume wie Aufwachzimmer, Überwachungszimmer, Lagerräume für wichtige OP-Geräte, ein neues Sterilgutlager aber auch neue Umkleideschleusen und Sozialräume für medizinisches Personal in unmittelbarer Nachbarschaft der OP-Säle einzurichten. Diese Maßnahmen dienen nicht nur der Absicherung der steigenden Anforderungen an ArbeitsnehmerInnenschutz und Hygiene, sondern auch zur notwendigen Optimierung der  Logistik für den reibungslosen Ablauf von operativen Eingriffen.

Um den nötigen Platz zu schaffen ist – in Abstimmung mit der MA 21 – eine Anpassung des Flächenwidmungsplanes erforderlich. Die Umsetzung des Projektes ist in drei Bauabschnitten geplant. Als erster Bauabschnitt soll 2018 ein Teil des nord-westlich ausgerichteten 1. und 2. Dachgeschosses begradigt werden. Die weiteren Bauabschnitte sind für 2023 und 2030 geplant. Bauzeit je Bauabschnitt ca. 5 Monate. „Mit diesen Maßnahmen können wir nicht nur die OP-Kapazitäten optimieren und zur Reduktion der Wartezeiten nachhaltig beitragen sondern wir sorgen auch für bereits absehbare Entwicklungen am Spitalsektor vor“, erklärt Dr. Erich Sieber, Beiratsvorsitzender des Evangelischen Krankenhauses Wien.
Derzeit beginnen Renovierungsarbeiten im Inneren des Gebäudes, dies unabhängig von den vorgenannten Bauabschnitten. Um die AnrainerInnen und Anrainer aber schon jetzt in die Planungen einzubeziehen, werden sie von Frau Bezirksvorsteherin Mag. Silvia Nossek unter Mitwirkung der Magistratsabteilung 21 zu einer Dialogausstellung eingeladen. Bei der Gelegenheit werden auch Repräsentanten des Evangelischen Krankenhauses Anrainerinnen und Anrainern für Fragen und Anregungen zum Projekt zur Verfügung stehen.

Termine und Ort:

Dienstag, 12. April 2016 von 16:30 – 20:00 Uhr
Montag, 18. April 2016 von 16:30 – 20:00 Uhr
Amtshaus Währing, Martinstraße 100, 2. Stock, Festsaal

Hirnspezialist Zifko wird Primarius am Evangelischen Krankenhaus

Mit Univ.-Doz. Dr. Udo Zifko zieht wieder ein international anerkannter Neurologe und Psychiater in das Privatspital ein.

(Wien, Jänner 2016) Die Neurologische Abteilung des Evangelischen Krankenhauses-Wien gilt österreichweit als eines der größten Therapiezentren für Multiple Sklerose. Für die Neubesetzung der Primararztstelle gelang es der Klinik, den bekannten Spezialisten, Univ.-Doz. Dr. Udo Zifko (52), zu gewinnen. Der Facharzt für Neurologie und Psychiatrie mit Zusatzfach Geriatrie trat mit Jahresbeginn die Nachfolge von Frau Primaria Univ.-Prof. Dr. Eva-Maria Maida (69) an, die die Position nach 24 erfolgreichen Jahren Ende 2015 zurückgelegt hat.

Univ.-Doz. Dr. Udo Zifko absolvierte sein Medizinstudium an der Universität Wien und bildete sich an der bekannten University of Western Ontario, einer der ältesten kanadischen Universitäten, weiter. Seine ersten beruflichen Sporen verdiente er sich als Fach- und Oberarzt an der Neurologie des Kaiser Franz Josef-Spitals.
Von 1998 bis 2007 war Udo Zifko ärztlicher Leiter der Rehabilitationsklinik Pirawarth. In diesen 10 Jahren legte er den Grundstein zur erfolgreichen Entwicklung dieser Sonderkrankenanstalt.

Prim. Univ.-Doz. Dr. Udo Zifko führt seit 20 Jahren eine Privatordination mit neurophysiologischer Diagnostik und ist Leiter des Zentrums „Gesundes Gehirn“. Als Vorstand der Neurologie am Evangelischen Krankenhaus strebt er u.a. den Ausbau von Früherkennung und Therapie akuter und chronischer Erkrankungen des alternden Gehirns an.

Neben 123 wissenschaftlichen Publikationen schaffte es der Vater von vier Kindern, drei erfolgreiche Fachbücher und sieben Patientenbücher zu verfassen, zuletzt die Publikation „Gesundes Gehirn“.
Sein Motto als Primarius für Neurologie am Evangelischen Krankenhaus:
„Mit viel Engagement, Teamgeist und kontinuierlicher Arbeit die Lebensqualität unserer Patienten um das Bestmögliche zu verbessern!“
 
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Mini-Clip hilft bei stets schwitzenden Händen

10-Jahres-Studie: Schonende Methode wirkt auch nachhaltig bei übermäßigem Achselschweiß

(Oktober 2014) Ob Sommer oder Winter – rund 2% der Bevölkerung leidet an übermäßigem Schwitzen (Hyperhidrose), und das 365 Tage im Jahr! Die Überaktivität der Schweißdrüsen fokussiert sich dabei zumeist auf bestimmte Körperregionen wie Hände, Füße und Achseln. Für viele Betroffene eine Qual, denn wer sichtbar schwitzt, gilt als nervös und unsicher.

Was also tun, wenn übermäßiges Schwitzen das (gesellschaftliche) Leben erschwert? Schließlich sind stets feuchte Hände, ob Sommer oder Winter, oder Schweißflecken unter den Achselhöhlen für Menschen mit krankhaftem Schwitzen Tag für Tag ein Problem. „Zunächst sollten organische Leiden wie etwa eine Schilddrüsen- oder Autoimmunerkrankung als Ursache ausgeschlossen werden“, raten Internisten und Endokrinologen. Ist der Patient gesund und haben lokale Behandlungen versagt, löst ein kurzer, operativer Eingriff bei 9 von 10 Patienten das Problem:

Nerv blockieren statt durchtrennen!
„Mit einer einfachen Blockade an einer Stelle des Sympathikus Nervs lässt sich übermäßiges Schwitzen in Handflächen und Achselhöhlen auf viel schonendere, nebenwirkungsärmere Weise als bisher eindämmen“, erklärt Univ. Doz. Dr. Georg Bischof vom Evangelischen Krankenhaus-Wien. Bisher musste der Nerv an drei Stellen, wo Nervenfasern zu Achselhöhle und Hand wegführen, durchtrennt werden. Durch die stark verbesserte Technik (Endoskopisch thorakale Sympathikusblockade) wird der Sympathikus Nerv nur mehr an einem einzigen Ganglion mittels speziellem Titanclip abgeklemmt. Durch die Erhaltung des Nervs ist der Eingriff auch potenziell reversibel. 

Hohe Erfolgsrate in 10-Jahres-Studie
Langzeitbeobachtungen*) zufolge, die Dozent Georg Bischof mit Kollegen von der MedUniWien durchführte, berichten 90-95% der Patienten, die zuvor unter Achsel- oder/und Handschweiß gelitten hatten, von einem sehr zufriedenstellenden, anhaltenden Ergebnis. Für viele Menschen mit stets feucht-nassen Händen ist dieser Eingriff ein Meilenstein zur Verbesserung der Lebensqualität. Denn im Gegensatz zur Achselhöhle gab es für die schweißnasse Handfläche bisher keine wirklich nachhaltige Lösung. Chirurg Georg Bischof: „Wie das Ergebnis der Studie zeigt, konnten wir durch diese Eingriffstechnik auch mögliche Nebenwirkungen, insbesondere kompensatorisches Schwitzen an anderen Körperstellen, auf ein Minimum reduzieren.“

*) P. Panhofer, C. Neumayer, G. Bischof et. al.: Endoscopic sympathetic block at the T4 ganglion provides excellent long-term outcome and quality of life for upper limb hyperhidrosis


Hintergrund-Info: Was tun gegen übermäßiges Schwitzen?


Lokale Anwendungen:

Aluminiumhaltige Salben:        helfen in leichteren/mittelschweren Fällen; Schwitzen kommt zurück, wenn Anwendung unterbrochen wird; permanenter Hautkontakt mit Aluminium wurde als problematisch eingestuft

Iontophorese-Bäder:                Die Wirkung der Schwachstrombehandlung ist wissenschaftlich nicht erwiesen, zeigt aber bei manchen Patienten gute Erfolge. Nachteile sind der hohe Zeitaufwand für die tägliche Anwendung sowie die Kosten eines Geräts für Zuhause.

Botox-Injektionen:                  Botulinum Toxin (Botox) verhindert die Übertragung des Nervenimpulses, wodurch die Schweißdrüsen kein Signal zur Schweißproduktion mehr erhalten. Die Wirksamkeit von Botulinum Toxin ist bei Hyperhidrose wissenschaftlich bestätigt. Nachteil ist, dass die Wirkung nur 6-8 Monate anhält (an den Handflächen zumeist noch kürzer) und sehr schmerzhaft sein kann.

Anti-Schwitz-Laser:                 Neue und schonende, ambulante Methode zur Still-Legung überaktiver Schweißdrüsen. Drei-Jahres-Ergebnisse zeigen eine sehr hohe, anhaltende Wirksamkeit. Nachteil: Die Methode gibt es derzeit nur für Achselhöhlen.

 

Operative Eingriffe:

Saugkürettage:                       Das Gewebe wird unter der Lederhaut mit den darin enthaltenen Schweißdrüsen oberflächlich abgesaugt; es kann zu Nebenwirkungen wie Taubheitsgefühlen oder zum Nachwachsen der Schweißdrüsen kommen.


Sympathikusblockade:             Ausgezeichnete Ergebnisse in Langzeitbeobachtung; hohe Zufriedenheit, sehr geringe Rate an Nebenwirkungen. Wird nur an wenigen Zentren durchgeführt.

Sympathektomie:                    operatives Verfahren zur Durchtrennung oder punktuellen Zerstörung der für das Hand- und Fußschwitzen zuständigen Sympathikus-Nervenstränge (Ganglien). Der Eingriff ist nicht reversibel. Nachteil: Er kann bei schwitzenden Füßen nicht angewendet werden.


Foto Univ.-Doz. Dr. Georg Bischof, einer der Pioniere der Sympathikus-Blockade: (EKH-Wien/Ch. Richter)
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Univ.-Doz. Dr. Georg Bischof :(EKH-Wien/Ch. Richter)
Sympathikus-Blockade Grafik: Grösel-Grafik

Sanfte Technik für die schwächste Stelle des Mannes

Europäische Herniengesellschaft: Viele Patienten könnten nach Leistenbruch-OPs rascher wieder fit sein

(Oktober 2014) Rund 15.000-mal wird in Österreich Jahr für Jahr die Diagnose Leistenbruch gestellt. 90% der Patienten sind Männer, fast jeder dritte ist im Laufe seines Lebens davon betroffen. Der Grund: Das starke Geschlecht hat von Geburt an zwei Schwachstellen in der Bauchwand. Sie entstehen, wenn der Hoden samt Samenleiter und Blutbahnen von der Leiste in den Hodensack wandert. Bei jedem vierten Knaben aber bleiben diese Schwachstellen weich, aus denen später eine Lücke entstehen kann. Durch diese kann Bauchfell hindurchtreten und manchmal auch Darm, der im schlimmsten Fall eingeklemmt wird. Solche „Inkarzerationen“ können lebensgefährlich sein. Zusätzlich begünstigt der Lebensstil das Auftreten eines Leistenbruchs: Jahrelanges Übergewicht, das Schleppen schwerer Lasten und auch starker Tabakkonsum tragen zur Schwächung des Bindegewebes bei.


Da ein Leistenbruch nicht von selbst heilt und mit der Zeit immer größer wird, ist ein chirurgischer Eingriff irgendwann die einzige zielführende Behandlung. Dabei wird genau diese typische Schwachstelle in der Bauchmuskulatur verschlossen.


Was die europäische Herniengesellschaft empfiehlt
Um diese schwächste Stelle des Mannes zu stärken und vor einem neuerlichen Bruch zu schützen, haben sich in den letzten Jahren Knopfloch-Techniken wie die TAPP- oder die TEP-Methode weitgehend durchgesetzt. Letztgenannte Technik – TEP - wird aufgrund ihrer besonders schonenden Vorgangsweise auch von der Europäischen Herniengesellschaft empfohlen – vorausgesetzt, der Chirurg hat bereits entsprechend viel Erfahrung. Im Gegensatz zu Deutschland, wo die TEP-Technik aufgrund der hohen Patientenzufriedenheit bereits von jedem fünften Chirurgen angewendet wird, sind in Österreich erst einige wenige Ärzte darauf spezialisiert.


Kein Schnitt durchs Bauchfell
„Die so genannte „total extraperitoneale Hernienreparation“, kurz: TEP, ermöglicht es als einzige Technik, einen Leistenbruch zu versorgen, ohne das Bauchfell einzuschneiden und in die Bauchhöhle einzudringen“, erklärt Oberarzt Dr. Andreas Franczak vom Evangelischen Krankenhaus-Wien. Die Schwachstelle wird also „von außen“ saniert, zwischen den Gewebsschichten wird ein Kunststoffnetz über die Bruchpforte gelegt. Chirurg Franczak, der diese Methode seit Jahren praktiziert: „Das Netz hält bei dieser Technik ohne Fixierung durch Befestigungsnähte oder –klammern, ganz allein durch den natürlichen Bauchinnendruck. Allerdings verwenden wir bei größeren Leistenbrüchen ganz spezielle Netze“.
Dieser Eingriff gilt im Vergleich zu anderen, vor allem offenen OP-Techniken, als sehr schmerzarm. Der Klinikaufenthalt beträgt nur ein bis zwei Nächte, die gewohnten körperlichen Aktivitäten können schon nach einer Woche wieder aufgenommen werden. Man ist rasch wieder fit, daher ist diese Technik ideal für aktiv im Berufsleben Stehende oder sportliche Menschen.


Beugt Nervenverletzungen vor
Bei dieser OP-Technik kommen wir im Gegensatz zu anderen Methoden mit so sensiblen Organen wie dem Darm gar nicht in Berührung. So gibt es kein Risiko von Darmverletzungen oder Verwachsungen im Bauchraum, die spätere Operationen erschweren können”, sagt Univ.-Prof. Dr. Thomas Schmid, interimistischer Direktor der Abteilung für Visceral-, Transplantation- und Thoraxchirurgie an der Universitätsklinik Innsbruck, der diese Methode 1996 in Österreich eingeführt hat. Weiters führt er aus: „Da das Netz nicht fixiert werden muss ist die Gefahr von Nervenverletzungen deutlich herabgesetzt. In letzter Zeit sind wir außerdem dazu übergegangen die Schnitte für die Knopflochchirurgie zu verkleinern, indem wir bei einfachen Brüchen Instrumente verwenden, die nur mehr 3 mm dick sind. Der Patient hat dadurch noch weniger Schmerzen und kann mit einer noch rascheren Rehabilitation rechnen.”


Ausschlussgründe und Komplikationsrate
Die TEP-Technik wird erst eingesetzt, wenn der Körper voll entwickelt ist, also ab einem Alter von etwa 18 Jahren. Bei Leistenbrüchen, die im Kindesalter saniert werden, bedient man sich zumeist offener OP-Techniken ohne Netzimplantation.
Nicht zuletzt wird die Methode auch aufgrund ihrer geringen Komplikationsrate empfohlen: Laut Herniamed Studie, die rund 20.000 Leistenbruch-Operationen umfasst, liegt die postoperative Komplikationsrate beim TEP-Eingriff mit 2,1 % am niedrigsten. Bei der zweiten minimal-invasiven Technik, der TAPP-Methode, ist sie höher.

Foto Dr. Franczak: EKH-Wien/Ch. Richter
Foto Univ.-Prof. Dr. Schmid: privat
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Dr. Franczak: EKH-Wien/Ch. Richter
Univ.-Prof. Dr. Schmid: privat
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Brustkrebsvorsorge: Wer kennt sich da noch aus?

29. Oktober: Diagnostik- Zentrum in Währing und Krebshilfe-Wien laden zum Informationstag

Wie oft soll und darf ich jetzt wirklich zur Brustkrebsvorsorge? Reichen alle zwei Jahre, wenn ich erblich vorbelastet bin?
Seit der Einführung des neuen Brustkrebs- Früherkennungsprogramms sind viele Patientinnen völlig verunsichert. Die meisten sind mit dem seit heuer geltenden System – Eigeninitiative statt Facharzt-Zuweisung – ganz einfach nicht vertraut.

Lebensrettende Vorsorge ist dramatisch eingebrochen
Die fatale Folge: Wien weit nutzen bis zu 30% aller Frauen nicht mehr die lebensrettende Mammographie-Untersuchung, weil sie zu wenig informiert sind. „Die Verunsicherung liegt vor allem im neuen Zugang zur Mammographie ohne Zuweisung und darin, ob die Untersuchung auch von den Kassen übernommen wird“, erklärt Prim. Univ.-Prof. Dr. Bernhard Schwaighofer vom Diagnostik - Zentrum in Währing am Evangelischen Krankenhaus.

Steht das bewährte Modell der Brustkrebsvorsorge vor dem Kollaps? "Als ehemalige, zweifache Brustkrebspatientin bin ich überzeugt: Neben regelmäßigen Kontrolluntersuchungen sind das Respektieren, Wahren und Pflegen von Körper, Geist und Seele essentiell für ein gesundes Leben - und in meinem Fall - Überleben", sagt Margot Prinz, mittlerweile geheilt. Früherkennung von Krebs steigert bekanntlich signifikant die Überlebensrate. „Bei der bisherigen frühzeitigen Identifizierung von Brusttumoren lag die Heilungschance bei bis zu 95%“, bestätigt Prof. Schwaighofer. Damit könnte nun Schluss sein, weil Frauen sich bei dem neu eingeführten Brustkrebsscreening nicht mehr auskennen, ob und wann sie zur Mammographie kommen dürfen.

Informationstag zeigt optimalen Weg zur Vorsorge auf
Um dieses Informationsdefizit zu beheben, lädt das Diagnostikzentrum in Währing in Kooperation mit der Krebshilfe-Wien am 29. Oktober zum Tag der offenen Tür. „Wir unterstützen gerne dabei, Ängste zu nehmen und aufzuklären, wie jede Frau zu ihrer Vorsorge-Mammographie kommt“, erklärt Mag. Gaby Sonnbichler, Geschäftsführerin der Krebshilfe Wien.
Informationstag: „Wie komme ich zu meiner Brustkrebsvorsorge - Mammographie“ am Mittwoch, dem 29. Oktober 2014, von 9-19 Uhr. Diagnostik -Zentrum in Währing,
Hans –Sachs-Gasse 10-12, 1180 Wien. Anmeldung nicht erforderlich, Eintritt frei.

Fotos: Mammographie: Siemens/DZIW, Prof. Schwaighofer: DZIW

Rückfragehinweis:
OA Dr Zier, g.zier@remove-this.dziw.at
Prim. Prof. Dr. Bernhard Schwaighofer, b.schwaighofer@remove-this.schwaighofer.at
Petra Schumann: p.schumann@remove-this.dziw.at Tel: 0676 34 97 12

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Mammographie: Siemens/DZIW
Prof. Schwaighofer: DZIW

Thementag "Der Feind in meinem Körper"

9. Oktober: Immunsystem außer Kontrolle: Was hilft wirklich?
Thementag des Evangelischen Krankenhauses informiert über zielführende Therapien von chronisch-entzündlichen Erkrankungen

Oft trifft es Menschen schon in jungen Jahren: Rund 400.000 Frauen und Männer leiden insgesamt allein in Österreich unter so genannten Autoimmun-Erkrankungen. Dabei erkennt der Körper eigene Zellen versehentlich als Bakterien von außen und attackiert sie. Als fatale Folge entstehen rasch fortschreitende, chronisch-entzündliche Krankheitsprozesse: Polyarthritis, Schuppenflechte, Morbus Crohn oder das Sjögren-Syndrom (Trockenheitssyndrom) sind nur einige Beispiele für Autoimmunerkrankungen, die zwar nicht heil-, aber bereits gut therapierbar sind. Entscheidend für die künftige Lebensqualität ist, dass eine Autoimmunerkrankung zeitgerecht erkannt wird.

Wer sich über wichtige Untersuchungen und neue, erfolgreiche Behandlungskonzepte aus erster Hand informieren möchte, hat am 9. Oktober beste Gelegenheit dazu: Am Thementag des Evangelischen Krankenhauses "Der Feind in meinem Körper" berichten namhafte ärztliche Spezialisten sowie Patienten über die Verbesserung der Lebensqualität durch individuell abgestimmte, moderne Therapien.
Anschließend bietet sich die Möglichkeit, die vortragenden Ärzte persönlich zu sprechen und sich den einen oder anderen Rat zu holen.

Thementag: „Der Feind in meinem Körper“
Ort: Seniorenresidenz am Kurpark Oberlaa, Fontanastraße 10,1100 Wien
(Achtung: Geänderte Zufahrt über Kurbadstraße!)
Zeit: 9. Oktober 2014, 15:00 - 18:00 Uhr
Freier Eintritt. Anmeldung unbedingt erforderlich unter 01/40422-508 DW, bzw.-4499 DW
Parkplätze vorhanden

Foto: Prim. Peichl mit Patientin: Hände sagen bei vielen Autoimmunerkrankungen bereits viel aus (Fotocredit: EKH/P.Spiola)

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Prim. Peichl mit Patientin: Fotocredit: EKH/P.Spiola)

Symposium "Neue Konzepte in der Knie-und Schulterchirurgie"

8./9. September 2014, Evangelisches Krankenhaus-Wien


Stabileres Knie dank verbesserter OP-Technik
So wird die Funktion des hinteren Kreuzbandes rasch und nachhaltig wiederhergestellt

Ein Riss des vorderen Kreuzbandes gilt schon aufgrund seiner Häufigkeit und Komplikationsgefahr als schwere Verletzung. Ein Riss des hinteren Kreuzbandes wird hingegen bisweilen übersehen, da diese Läsion lange Zeit als eher selten auftretend eingestuft wurde. Diese Annahme konnte aber in letzter Zeit widerlegt werden. Wie man jetzt weiß, ist das hintere Kreuzband bei nahezu 40% aller schweren Knieverletzungen mit betroffen. „Zusätzlich steigt mit den zunehmenden sportlichen Freizeitaktivitäten eben auch die Anzahl der komplexen Knieverletzungen“, berichtet Orthopäde und Unfallchirurg, Prim. Doz. Dr. Thomas Müllner, Leiter der Abteilung für Orthopädie und Traumatologie am Evangelischen Krankenhaus-Wien.
Das hintere Kreuzband im Kniegelenk stellt die wichtige Verbindung zwischen Oberschenkelknochen und Schienbein dar und ist ein ganz wesentlicher Stabilisator fürs Knie. Wird es verletzt, entsteht zumeist ein Bluterguss und das Schienbein ist gegenüber dem Oberschenkel nach hinten verschoben. Betroffene klagen über Schmerzen und können das Bein beim Gehen nicht mehr voll ausstrecken. Dazu kommt das Gefühl, beim Auftreten zu wenig Halt zu haben.
Wie wird ein Riss des hinteren Kreuzbands festgestellt?
Ob tatsächlich ein Riss des hinteren Kreuzbandes vorliegt, wird anhand einer klinischen Untersuchung festgestellt und mit einer Kernspin-Tomographie (MRT) bestätigt. Diese MRT Untersuchung liefert auch Aufschluss über allfällige Begleitverletzungen, was wiederum für die Auswahl der Behandlungsmethode entscheidend ist.
Ist nur das hintere Kreuzband betroffen, hält sich die Instabilität in Grenzen und sind keine verschobenen, knöchernen Ausrisse feststellbar, reicht oft das Anlegen einer PTS-Schiene für 5-6 Wochen. Hilfreich sind begleitende physiotherapeutische Übungen zur Kräftigung der Oberschenkel-Muskulatur.
Wann operieren?
Dazu Unfallchirurg und Sporttraumatologe, Univ.Prof.Dr.Rudolf Schabus: „Sind neben einem Riss des hinteren Kreuzbandes auch seitliche und mittlere, hintere Kapselbandstrukturen beschädigt, wird – je nach Schwere und Lokalisation - eine Bandrekonstruktion geplant. Die anatomische Wiederherstellung des hinteren Kreuzbandes wird dabei mittels körpereigenen Sehnengewebes durchgeführt. Zusätzliche Rekonstruktionen der Stabilität in den hinteren, mittleren oder seitlichen Kapselecken werden mittels Sehnenschlingen erreicht.“
„Bei solchen Kombinationsverletzungen dient ein operativer Eingriff nicht nur zur Herstellung der Stabilität, sondern auch zur Vorbeugung von Folgeschäden“, erläutert Prim. Müllner. Als besonders effizient hat sich dafür die relativ neue „All Inside-Technik“ erwiesen, die eine neue Verankerungsmethode und eine spezielle Bohrrichtung die Heilung beschleunigt und Folgeverletzungen vorbeugt.
Patientenvorteile der neuen OP-Methode
Durch die neue OP-Technik entsteht ein dickeres Sehnentransplantat, das das wiederhergestellte Kreuzband deutlich stabiler macht. Dadurch ist einerseits eine bessere Trittfestigkeit gegeben, andererseits ist der Patient damit nach dem Eingriff auch rascher wieder mobilisierbar.
Um in der ersten postoperativen Phase das Transplantat zu beschützen, besteht die Möglichkeit des Internal Bracings. „Dabei wird zum Sehnentransplantat ein so genanntes Fiber Tape dazugelegt. Dieses Tape übernimmt in der ersten Zeit die Belastungen, es beschützt also gleichsam das neue Kreuzband, bis es eingeheilt ist“, erläutert Prim. Müllner. Damit, so der Experte, ist eine postoperative Mobilisierung ohne Verwendung von Schienen möglich.

Nachbehandlung nicht außer Acht lassen!
„Bei aller Vorteile der neuen arthroskopischen Techniken- man sollte niemals die Biologie des Einheilens eines Transplantates und die Rehabilitation der Gelenksfunktion durch intensive Physiotherapie außer Acht lassen. Denn auch davon hängt es in hohem Maße ab, ob das Knie des Hobby- oder Berufssportlers nach dem Eingriff irgendwann wieder ebenso leistungsfähig ist wie vor seiner Verletzung“, hebt Prof. Schabus hervor.

8. und 9. September 2014, Evangelisches Krankenhaus-Wien


Wissenschaftliche Leitung:
Prim. Doz. Dr. Thomas Müllner
Univ.-Prof. Dr. Rudolf Schabus
Das Besondere an dieser Veranstaltung: Die Demonstration der neuen OP-Techniken erfolgt im „rollenden Trainingslabor“ der Firma Arthrex (Mobile Lab) und wird via Live-Videoübertragung in die OPs und Tagungsräume im Evangelischen Krankenhaus übermittelt. Das „Mobile Lab“, ein mit High-Tech Operationsutensilien ausgestatteter Truck, dockt zu diesem Zweck zwei Tage lang direkt am Evangelischen Krankenhaus, Eingang Schopenhauerstraße an. Die Teilnehmer aus dem In- und Ausland müssen somit erstmals dem Trainingslabor nicht nachreisen, es kommt auf 8 Rädern zu ihnen gerollt! Näheres: www.ekhwien.at. Akkreditierung für Medienvertreter: 01/40422-4499 DW Frau Mag. Schwarz

Fotos und Grafiken: Honorarfrei zum Abdruck unter Beachtung der Credits:
Prim. Priv.-Doz. Dr. Thomas Müllner (Credit: EKH-Wien/Ch. Richter)
Univ.-Prof. Dr. Rudolf Schabus (Credit: privat)
AnatomieKnie (Fotolia)

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Prim. Priv.-Doz. Dr. Thomas Müllner (Credit: EKH-Wien/Ch. Richter)
Univ.-Prof. Dr. Rudolf Schabus (Credit: privat)
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