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Ortho-Trauma Kongress Bad Hofgastein 2023

Hans Grugger gab eine bewegende Keynote Lecture über seine Karriere, Verletzungen und Comebacks im Skirennsport.Von links nach rechts: Thomas Müllner, Hans Grugger, Maximilian Kasparek
Abschlussfoto des ersten Ortho-Trauma Kongresses in Bad Hofgastein.

Am 13. und 14. April des heurigen Jahres drehte sich in Bad Hofgastein Alles um das Thema Kniechirurgie. Prim. Univ.-Doz. Dr. Thomas Müllner, PhD und Priv.-Doz. DDr. Maximilian Kasparek, MSc vom Evangelischen Krankenhaus, setzten sich zum Ziel, den Teilnehmern einen aktuellen Überblick über moderne Behandlungsstrategien von Knieverletzungen bis hin zu innovativen Techniken beim künstlichen Kniegelenksersatz zu geben. 

Nach der Eröffnung und Begrüßung aller Teilnehmer und Referenten durch den Bürgermeister des Ortes Markus Viehauser, begann das wissenschaftliche Programm mit dem Themenschwerpunkt moderne Therapie von Meniskuspathologien. Hierbei gab es spannende Vorträge zur Operationsindikation eines Meniskusrisses sowie die aktuelle Indikation für eine Teilmeniskektomie, Meniskusnaht oder Meniskustransplantation. 

Danach führte uns die Thematik zur Kreuzbandchirurgie und Instabilitäten des Kniegelenks. Dabei wurden die aktuellen Indikationen für einen Kreuzbandersatz, die Anatomie des vorderen Kreuzbandes, Rekonstruktionstechniken, Revisionsoperationen und die Rehabilitation behandelt. Abschließend gab es noch ein Update zur Behandlung von hinteren Kreuzbandverletzungen.  

Zum Abschluss dieser spannenden Themenblöcke, wurde die Verbindung zwischen Leistungssport und Spitzenmedizin hergestellt. Hans Grugger, ehemaliger österreichischer Skirennläufer und vierfacher Weltcupsieger, gab eine bewegende Keynote Lecture über seine multiplen schweren Knieverletzungen und anschließenden Comebacks, sowie über seinen Weg zurück nach dem schweren Sturz bei der Abfahrt in Kitzbühel. Danach wurde eine neuartige Skibindung, welche schwere Knieverletzungen in Zukunft vorbeugen soll, vorgestellt.

Am Nachmittag des ersten Tages wurden inhaltlich Themen kniegelenksnahe Frakturen, Umstellungsosteotomien, Halbschlittenprothesen, isolierter Patellofemoralersatz und modernste Alignmentkonzepte in der primären Knieendoprothetik behandelt. 

Der zweite Tag begann mit dem der Orthobiologie bei Arthrose und der Behandlung von Knorpeldefekten inklusive der aktuellen Evidenzlage der Mikrofrakturierung, Behandlung von lokalen Knorpeldefekten mit Autocart, autologe Knorpel-Knochen Transplantation sowie autologe Chondrozyten-Transplantation. Nach einem Exkurs in die Guideline- konforme Behandlung von kniegelenksnahen Knochentumoren wurden die aktuellen Behandlungsstandards in Bezug auf Blutmanagement und Thromboseprophylaxe in der Endoprothetik vorgestellt, gefolgt von den neusten Robotik Technologien sowie Ergebnissen der modernsten Rekonstruktionskonzepte wie der Wiederherstellung der originären Beinachse und der Ursprungsknietechnik. 

Als Zwischenexkurs in die Welt des Leistungssports gab es an diesem Tag eine Keynote Lecture von Michael Strauss, österreichischer Freerider, der den Teilnehmern die Welt des Ski-Freeride Sports näherbrachte. 

Am Nachmittag des zweiten Tages wurde inhaltlich auf die Abklärung und Behandlung von Knieprotheseninstabilitäten, periprothetischen Infektionen und periprothetischen Kniegelenksfrakturen eingegangen. Die abschließende wissenschaftliche Session behandelte die Indikation zur Radiosynoviorthese nach einer Knieprothesenimplantation sowie komplexe Streckapparatrekonstruktionen. 

Zusammengefasst waren es zwei höchst interessante Tage in Bad Hofgastein, die viele hochqualitative Diskussionen zwischen Referenten und Teilnehmern zu den Themen und Fallpräsentationen ergaben. Großer Dank gebührt allen Referenten dem In- als auch Ausland, welche weder Weg noch Mühe scheuten, nach Bad Hofgastein zu kommen und mit großem wissenschaftlichem Engagement die modernsten und neuesten Behandlungstechniken zu präsentierten. 

Aufgrund des positiven Feedbacks ist auch nächstes Jahr eine Wiederholung des Kongresses vorgesehen; vom 11. und 12. April 2024 erneut in Bad Hofgastein. 

Priv.-Doz. DDr. Maximilian KASPAREK, MSc.

Prim. Univ.-Doz. Dr. Thomas Müllner, PhD 

Abteilung für Orthopädie und Traumatologie

Bild 1: Hans Grugger gab eine bewegende Keynote Lecture über seine Karriere, Verletzungen und Comebacks im Skirennsport.Von links nach rechts: Thomas Müllner, Hans Grugger, Maximilian Kasparek

Bild 2 : Abschlussfoto des ersten Ortho-Trauma Kongresses in Bad Hofgastein.

Von links nach rechts: Peter Peichl, Wolfgang Kaltenbrunner, Michael Kasparek, Oskar Aszmann, Maximilian Kasparek, Carsten Tibesku, Carsten Perka, Thomas Müllner, Stefan Nehrer, Markus Neubauer, Philipp Funovics, Martin Faschingbauer, Michael Humenberger;

Kniearthrose: Neuer Eingriff bei schmerzenden Knorpelschäden

Die AutoCartTM-Technik saniert auch größere, lokal begrenzte Defekte in nur einer Operation

Starke, schmerzhafte Knorpelschäden im Knie können zweierlei Natur sein: entweder die klassische, altersbedingte Abnützung des gesamten Knorpels oder die örtlich begrenzte Knorpelzerstörung als Folge jahrelanger Fehlbelastung oder eines Unfalls. Während im ersteren Fall in letzter Konsequenz ein Kunstgelenk anzudenken ist, versucht man lokale Knorpelschäden seit Jahren mittels Zelltransplantation operativ zu behandeln. Dies erfordert üblicherweise zwei Eingriffe im Abstand von 6-8 Wochen: der erste zur Knorpelgewinnung, der zweite nach der Knorpelzüchtung zur Knorpeltransplantation. Der technische und zeitliche Aufwand ist dabei hoch, was sich letztlich auch in den Kosten widerspiegelt.

Eine besonders patientenfreundliche Innovation liegt jetzt mit der Entwicklung der AutoCart™-Methode1) vor. Sie wird in Österreich bereits an einigen spezialisierten Orthopädie-Zentren angeboten. 

1)AutoCart = All Autologous Cartilage Regeneration

Patientenvorteile

Bei AutoCartTM handelt es sich um eine minimal-invasive Knorpeltransplantation, bei der ausschließlich körpereigene, also biologische Substanzen verwendet werden. Der große Vorteil: „Zellentnahme, Aufbereitung des neuen Knorpelmaterials und Transplantation erfolgen im Rahmen eines einzigen, arthroskopisch durchgeführten Eingriffs. Der Patient muss also nur einmal ins Krankenhaus kommen“, erklärt Prim. Doz. Dr. Thomas Müllner, Orthopädievorstand am Wiener Evangelischen Krankenhaus. Der Schlüsselloch-Eingriff dauert rund 45 - 60 Minuten und eignet sich selbst für größere, lokalisierte Knorpelschäden, speziell im Knie- und Sprunggelenk.

Und so funktioniert‘s

Der Arzt glättet die Oberfläche des örtlichen Knorpeldefizits und entnimmt mit einem speziellen Kollektor feine Knorpelfragmente aus den Randbereichen des Knorpelschadens bzw. aus einem Bereich, wo die Entnahme nicht schadet. Dieses körpereigene Gewebe wird sofort mit plättchenreichem Plasma, das zuvor aus einer kleinen, entnommenen Blutmenge des Patienten zentrifugiert wurde, zu einem ganz feinkörnigen Granulat vermischt. Dadurch reichert sich diese körpereigene Mixtur mit einer hohen Zahl an Wachstumsfaktoren an, die für eine erfolgreiche Gewebeneubildung notwendig sind.

Nur körpereigene Substanzen

Mit dieser feingeriebenen Mischung wird nun das Loch im Knorpel „gekittet“ und mit einer Thrombinlösung, die ebenfalls aus der zuvor entnommenen Blutprobe extrahiert wurde, bedeckt. Thrombin ist das wichtigste Enzym zur plasmatischen Blutgerinnung und daher für den Zweck ideal, da es den Bereich der Knorpelauffüllung praktisch versiegelt und haltbar macht. Prim. Thomas Müllner: „Somit kommt diese Technik der Knorpelsanierung ausschließlich mit körpereigenen Substanzen aus und ist daher hoch verträglich.“

Hohe Patientenzufriedenheit

„Die seit über zwei Jahren laufenden Studien in einigen europ. Ländern sind bis jetzt äußerst vielversprechend und die Patientenzufriedenheit besonders hoch. Das bestätigen auch unsere bisherigen Erfahrungen“, berichtet Orthopädiespezialist Thomas Müllner. Evidenz über die langfristige Wirksamkeit wird in 2-3 Jahren vorliegen.

Der Spitalsaufenthalt beträgt 2-3 Tage; Zur Nachbehandlung wird Physiotherapie für die Dauer von 6-12 Wochen empfohlen. Danach sind sukzessive wieder größere Belastungen wie etwa Laufsport möglich.

In Österreich wird die AutoCartTM Technik bereits an einigen Zentren angewandt (z.B. Aufmesser-Klinik im Pongau, Sportmed Salzburg, Knorpelzentrum Wien an der PK Döbling, Abt. für Orthopädie und Traumatologie Evangelisches Krankenhaus).

Nähere Infos: Evangelisches Krankenhaus, 01/40422-DW 565 

Fotos: EKH/M.Knapp, Grafiken: Arthrex

Grafiklegende:

Step 1: Ausgangslage: lokaler Knorpelschaden

Step 2: Die scharfkantige Oberfläche des Lochs wird geglättet 

Step 3: Der feinkörnige Mix aus körpereigenem Knorpelgranulat und plättchenreichem Plasma aus Eigenblut „kittet“ das Loch im Knorpel, 

Step 4: Mit körpereigenem Thrombin wird die Füllung nachhaltig versiegelt und damit haltbar gemacht.

Step 1: Ausgangslage: lokaler Knorpelschaden
Step 1: Ausgangslage: lokaler Knorpelschaden
Step 2: Die scharfkantige Oberfläche des Lochs wird geglättet
Step 2: Die scharfkantige Oberfläche des Lochs wird geglättet
Step 3: Der feinkörnige Mix aus körpereigenem Knorpelgranulat und plättchenreichem Plasma aus Eigenblut „kittet“ das Loch im Knorpel,
Step 3: Der feinkörnige Mix aus körpereigenem Knorpelgranulat und plättchenreichem Plasma aus Eigenblut „kittet“ das Loch im Knorpel,
Step 4: Mit körpereigenem Thrombin wird die Füllung nachhaltig versiegelt und damit haltbar gemacht.
Step 4: Mit körpereigenem Thrombin wird die Füllung nachhaltig versiegelt und damit haltbar gemacht.
Prim. Dr. Thomas Müllner bei der Befundbesprechung
Prim. Dr. Thomas Müllner bei der Befundbesprechung
Prim. Dr. Thomas Müllner während der Arthroskopie
Prim. Dr. Thomas Müllner während der Arthroskopie

Überaktive Nebenschilddrüsen als Knochenräuber

Prim. Dr. Andreas Selberherr während eines Tastbefundes der Schilddrüse
Prim. Dr. Andreas Selberherr während eines Tastbefundes der Schilddrüse

Warum vier Mini-Organe Osteoporose boosten und Gelenksschmerzen auslösen können.

Wien │ Oktober 2022: Jede 4. Frau trifft’s nach der Menopause, rund 700.000 Österreicher/innen leiden insgesamt darunter: Osteoporose gilt als die größte Bedrohung für Gesundheit und Leben der reifen Frau. Denn die krankhaft schwindende Knochendichte beschert nicht nur sehr schmerzhafte Wirbelkörpereinbrüche in der Wirbelsäule, sondern macht auch viel anfälliger für gefährliche Knochenfrakturen. Auch Männer können betroffen sein!

Was die Überaktivität im Körper bewirkt

Zu den weniger bekannten „Turbos“ für Osteoporose zählt die oft jahrelang unentdeckte Überfunktion einer oder mehrerer der vier Nebenschilddrüsen. Dabei ruft das so genannte Parathormon permanent zuviel Kalzium aus den Knochen ab und leitet es ins Blut weiter. „Das Kalzium, das jetzt im Knochen fehlt, führt oft zu vorzeitiger Osteoporose oder verstärkt den bestehenden Knochenabbau. Gleichzeitig lagert sich aber das Zuviel an Kalzium im Blut zumeist schmerzhaft in Muskeln und Gelenken ab, was viele irrtümlicherweise auf Rheuma oder Arthrose tippen lässt“, warnt Prim. Dr. Peter Peichl MSc, Vorstand der Internen Abteilungen am Evangelischen Krankenhaus. Als Folge kann das auch bei Jüngeren zu vermehrt auftretenden Brüchen bis hin zur Deformierung von Knochen führen.

Wie es zur Überfunktion der Nebenschilddrüsen kommt

So schlimm die möglichen Folgen sind, sie gehen oft auf eine harmlose Ursache zurück: „Häufig ist es ein gutartiger Tumor (Adenom) in einer oder mehreren der nur erbsengroßen Nebenschilddrüsen, der die Überfunktion mit ihren Folgen auslöst oder aber einfach ein ausgeprägter Vitamin-D-Mangel“, erklärt Prim. Dr. Andreas Selberherr,  Leiter der Abteilung für Allgemein- und Viszeralchirurgie am Evangelischen Krankenhaus.

So gründlich sollte untersucht werden

Gute erste Hinweise auf eine mögliche Überfunktion der Nebenschilddrüsen geben bereits ein detailliertes Blutbild sowie die Kalziumkonzentration im Urin. Zusätzlich ist auch eine Knochendichtemessung sowie eine Kontrolle der so genannten Mikroarchitektur, also der Horizontal- und Vertikalstruktur des Knochens, essentiell. 

Behandlung richtet sich nach der Ursache

Schilddrüsenchirurg Andreas Selberherr: „Liegt ein gutartiger Tumor an der Nebenschilddrüse vor, ist dessen chirurgische Entfernung die zielführendste Behandlung. Der wenig belastende Eingriff verhindert, dass die überfunktionierende Nebenschilddrüse weiterhin den Knochenschwund beschleunigt.“ Bereits bstehende Osteoporose kann mit den heute gängigen Therapien mit Bisphosphonate oder Denosumab  gut eingebremst werden. „Ist auch die vorhin erwähnte Mikroarchitektur des Knochens gestört, muss auch diese positiv beeinflusst werden, etwa durch ergänzende Therapien mit Parathormon, Denosumab oder Romosozumab“, erläutert Internist und Osteologe Peter Peichl.

Geht die überaktive Nebenschilddrüse auf einen massiven Vitamin D-Mangel zurück, kann dieser durch Tabletten oder Tropfen und durch besonders kalzium- und Vitamin D-reiche Ernährung ausgeglichen werden. Dazu zählen etwa Fisolen, Linsen, weiße Bohnen oder Sojabohnen, weiters Brokkoli, Spinat oder Kohl und natürlich alle Milchprodukte. Viel Vitamin D nimmt man auch mit Fischen wie Lachs, Makrele oder Hering auf. 

Foto Tastbefund: EKH/ M. Knapp

Grafiken: Grösel Grafik

“Brain Fog”: Natursubstanz gibt Hoffnung bei Long Covid

Prim. Dr. Udo Zifko in der Neuro-Covid-Ambulanz
Prim. Dr. Udo Zifko in der Neuro-Covid-Ambulanz

Fallserie mit Ginkgo Biloba (EGb 761®) zeigt ermutigende Resultate in der Behandlung von Konzentrations- und Aufmerksamkeitsstörungen

PRESSEINFORMATION zum 35. ECNP-Kongress (Congress of the European College of Neuropsychopharmacology 2022) 15. – 18. Oktober 2022, Austria Center, Vienna

Bis zu 20% aller Covid-19 Erkrankten leiden unter Spätsymptomen, die zumeist neurologischer Natur sind. Und die haben es oft in sich: Abnorme, bis zur Erschöpfung gehende Müdigkeit, Konzentrations- und Gedächtnisprobleme („Brain Fog“), gestörter Geruchs- und Geschmacksinn…. „Wissenschaftliche Evidenz, wie den Symptomen, die Lebensqualität und Berufstätigkeit empfindlich beinträchtigen, erfolgreich zu begegnen ist, gibt es bis dato kaum“, berichtet Prim. Dr. Georg Psota, Chefarzt der Psychosozialen Dienste Wien.

Eine vielversprechende Therapieoption könnte sich nun durch die Behandlung mit Ginkgo Biloba eröffnen:  Anlässlich des 35. ECNP-Kongresses im Austria Center präsentiert Neurologe und Psychiater Prim. Udo Zifko am 15. und 17.10. die Ergebnisse seiner jüngsten Fallserie. Durchgeführt wurde sie an der von ihm geleiteten neurologischen Post Covid-Ambulanz am Evangelischen Krankenhaus. Prim. Zifko: “Im Rahmen unserer Tätigkeit wurde schon sehr bald evident:  Patient:nnen, die unter “Brain fog” litten, ging es nach der konsequenten Behandlung mit hochkonzentriertem, standardisiertem Ginkgo Biloba (EGb 761®) erheblich besser. Daher wurden die nachfolgenden Patient:innen in der Neuro Post Covid-Ambulanz entsprechend ausführlich mit standardisierten Scores erfasst und evaluiert.”

Deutliche Verbesserung und sogar Rückbildung

Die Ergebnisse, die soeben auch in einem amerikanischen Fachjournal*) veröffentlicht wurden, lagen über den Erwartungen: “Wir konnten nachweisen, dass eine tägliche Dosis von 2x80 mg Ginkgo Biloba EGb 761® die Konzentrations- und Aufmerksamkeitsstörungen binnen 6-10 Wochen deutlich verbesserte bzw. gänzlich zurückbildete“, berichtet Prim. Zifko. Nebenwirkungen traten laut Angaben der Patient:innen nicht auf. „Ich konnte mit Gingko Biloba ebenfalls gute Erfahrungen machen, und zwar in der Dosierung von 3x80g/Tag“, berichtet Prim. Psota.

Antidepressiva allein bei „Brain Fog“ wenig erfolgreich

Interessante Zusatzerkenntnis: Betroffenen, die gleichzeitig unter Depressionen litten, brachte die alleinige Behandlung mit Antidepressive keine Verbesserung ihrer kognitiven Defizite. Erst die zusätzliche Verabreichung von standardisiertem Ginkgo Biloba führte zu einer kurzfristigen, bisweilen sofortigen Linderung der Konzentrations- und Gedächtnisstörungen. 

Grenzen der Behandlung mit Gingko Biloba

Andere Post Covid Symptome wie etwa Geruchsverlust konnten hingegen mit einer Ginkgo-Therapie nicht positiv beeinflusst werden, wie das Team der Neuro Post Covid Ambulanz am Evangelischen Krankenhaus feststellte.  “Ginkgo Präparate sind bis dato in der Behandlung von Gedächtnisstörungen infolge von Alzheimer-Demenz zugelassen. Hierbei sind allerdings – im Gegensatz zu Long Covid Konzentrations- und Gedächtnisstörungen – keine relevanten Verbesserungen zu erwarten. Ginkgo trägt allerdings zum längerfristigen Hinauszögern der Verschlechterung von Demenz bei”, bestätigt auch Prim. Psota.  

*) U. Zifko, M. Yacob et al.: Allevation of Post-covid-19 Cognitive Dficits by Treatment with EGb 761® : A Case Series; American Journal of Case Reports, publ.: 2022.09.26

Infos: www.ekhwien.at/abteilungen/medizin/ambulanz/neuro-covid-ambulanz/ 

Evangelisches Krankenhaus/Neuro Covid-Ambulanz: 01/40422-2802 und 2820

Fotos: © EKH/C. Richter

Der ECNP-Kongress ist Europas führendes wissenschaftliches Treffen für krankheitsorientierte Hirnforschung. Bei der diesjährigen Veranstaltung im Austria Center (15. – 18. 10.) treffen sich rund 5.000 Neurowissenschaftler:innen, Psychiater:innen und Neurolog:innen aus der ganzen Welt.

1) U. Zifko, M. Yacob et al.: Allevation of Post-covid-19 Cognitive Dficits by Treatment with EGb 761® : A Case Series; American Journal of Case Reports, publ.: 2022.09.26

Hightech für die Nebenhöhle

Dozentin Dr. Claudia Lill bei der Anwendung des Navigationsgeräts

Modernes Navi minimiert Risiken bei komplexen Nasen-OPs

Erschwerte Nasenatmung, häufig hinter der Nase tropfender Schleim, Kopfweh sowie Geruchs- und Geschmacksstörungen lassen uns derzeit spontan ans Coronavirus denken. Bei Hundert-tausenden Menschen in Österreich sind derlei Symptome allerdings auf zumeist wiederkehrende Erkrankungen der Nasen-Nebenhöhlen zurückzuführen. Eine nicht vollständig ausgeheilte Sinusitis, anatomische Besonderheiten, Allergien oder Nasenpolypen lösen dabei nicht selten chronische Beschwerden mit wiederholten Infektionen und behinderter Nasenatmung aus.

Für Patienten, bei denen die konsequente, medikamentöse Behandlung (zumeist Cortisonsprays) nicht anschlägt oder die an Polypenbildung leiden, stellt eine Operation oft die letzte Besserungs-Option dar. „Ein weiterer Grund für einen Eingriff ist, wenn zusätzlich zur chronischen Entzündung der Nebenhöhlen auch ein sogenannter „post-nasal drip“ mit Schleim auftritt. Fließt dieser bis in die Lunge zurück, kann er diese angreifen und chronische Bronchitis bewirken“, erklärt Dozentin Dr. Claudia Lill, stv. Leiterin des Kopf-/Hals-Instituts am Evangelischen Krankenhaus.

So funktioniert die neueste OP-Technologie:

Dank eines ultramodernen Navigationsgeräts sind Eingriffe an den Nasennebenhöhlen mittlerweile patienten-schonender und auch deutlich komplikationsärmer geworden. HNO Spezialistin Doz. Claudia Lill: „Die neueste Navi-Technologie bei uns im Haus verknüpft die Naturmaße der Nasen-Nebenhöhlen auf dem hochaufgelösten OP-Bildschirm mit den zuvor angefertigten CT-Bildern. Diese werden vorab eingespielt und können dann während der Operation abgerufen werden. Dadurch werden etwa besondere Engstellen und spezielle Zellen in Nase und Nebenhöhlen hochpräzise dargestellt und können vom Arzt entsprechend berücksichtigt werden. Das Navigationsgerät zeigt dabei zu jedem Zeitpunkt die exakte Lokalisation durch eine navigierte Sonde an.“

Patientenvorteile:

Welche Verbesserung darf man sich von einer Sinusitis-OP erwarten? „Ziele dieses minimal-invasiven Eingriffs sind eine dauerhaft bessere Nasenatmung, ein erleichterter Sekret-Abtransport, eine Verbesserung des Geruchssinns und eine Steigerung der durch die chronische Entzündung verminderten, allgemeinen Leistungsfähigkeit“, erläutert Doz. Dr. Boban Erovic, Vorstand des Kopf-/Hals-Instituts. Die Patientenzufriedenheit liegt bei rund 80%.

Dazu kommen die Vorteile der neuesten Navigationstechnik: Klarere Sicht und gezieltere Steuerung durch das sehr enge Operationsareal helfen, das Komplikationsrisiko speziell im sensiblen Zugang zum Sinus Frontalis (Stirnhöhle, in ihrer unmittelbaren Nähe befinden sich die Riechfäden und die tiefstehende Schädelbasis) deutlich zu reduzieren. Gefürchtete Blutungen oder gar Verletzungen des Augennervs sind damit optimal vermeidbar. Die höchstmögliche Gewebeschonung ermöglicht auch eine zügigere Genesung.

„Im Evangelischen Krankenhaus ist bei Schilddrüsen- und bei Ohrspeicheldrüsen-OPs das Neuromonitoring seit langem State of the Art, um das Verletzungsrisiko von Stimmbandnerv oder Gesichtsnerv zu minimieren. Und ebenso wird auch das neueste Navi-Gerät einen wichtigen Beitrag leisten, um Komplikationen bei komplexeren Nebenhöhlen-OPs und vor allem bei Zweiteingriffen nochmals deutlich zu reduzieren“, erklärt HNO-Spezialistin Claudia Lill.

Varizen-Sanierung: So hält das Resultat länger! / März 2022

OA Dr. Michael Mellek bei der Anwendung der "Hybrid -Saphena"  Copyright Knapp/Evang.KH
OA Dr. Michael Mellek bei der Anwendung der "Hybrid -Saphena" Copyright Knapp/Evang.KH

Die Stammvenen-Hybrid-Technik bedeutet einen kleinen Mehraufwand für ein großes Ergebnis 

(Wien/März 2022) Moderne Venen-Endolaser und Radiofrequenzbehandlungen haben sich als Alternativen zur Krampfadern-OP gut etabliert. Dies nicht zuletzt wegen ihrer im Vergleich zur Verödungstechnik besseren Haltbarkeit bei Eingriffen an der Stammvene (Vena Saphaena). Sie werden auch von immer mehr europäischen Fachgesellschaften als gleichwertig mit der klassischen Venen-OP empfohlen. 

Dennoch kann es vorkommen, dass unschöne Schlangenlinien irgendwann – oft an benachbarten Stellen - wieder auftreten. Der Grund: Als Vorsichtsmaßnahme lassen viele Anwender die Sondenspitze ca. 3cm vor der Mündung zur großen Oberschenkelvene stehen, um einer Überhitzung des Gewebes, Irritationen an Nerven oder Lymphgefäßen oder einer Einengung der tiefen Leitvene (Thromboserisiko!) vorzubauen.

Warum Krampfadern wieder kommen können

„Je länger aber der unbehandelte Rest der Stammvene ist, desto eher kann der behandelte Venenteil wieder „aufgedrückt“ werden, sprich: sich erneut als dicke Krampfader zeigen“, erklärt OA Dr. Michael Mellek, langjähriger Gefäßchirurg an der Klinik Ottakring und seit kurzem Leiter des neuen Venenzentrums am Evangelischen Krankenhaus. Der Facharzt für Chirurgie und Gefäßchirurgie: „Auch wenn man anfangs Kompressionsstrümpfe trägt und in den ersten Wochen nur Lasten unter 3 kg hebt, kann die aus Vorsichtsgründen unbehandelte, 3cm-Schwachstelle irgendwann wieder zur Ursache für neue Krampfadern werden. Und das bedeutet einen nochmaligen Eingriff, den man sich, vor allem als Risikopatient, wirklich ersparen kann.“

So läuft die „Hybrid-Saphaena“ ab

Um nach einer Stammvenen-Behandlung langfristig mehr Haltbarkeit zu erzielen, hat sich, so OA Michael Mellek, eine spezielle Hybrid-Technik bewährt. Im ersten Teil des Eingriffs wird der erkrankte Venenabschnitt mittels Endolaser oder Radiofrequenzbehandlung erhitzt und durch Schrumpfung funktionslos gemacht. Danach folgt die kleine, aber wesentliche Zusatzbehandlung. Gefäßspezialist Dr. Michael Mellek: „Über einen Kleinstzugang in der Leiste unterbinden wir direkt an der Mündung die Stammvene und alle sichtbaren, zuführenden Venenäste. Dann wird der Patient in eine „Kopf hoch - Bein tief-Lagerung“ gebracht. Dies macht sowohl den unbehandelten „Rest“ der Stammvene als auch bis dahin nicht erkannte Seitenast-Varizen sichtbar. Dank intraoperativem Ultraschall können diese leicht aufgefunden und unterbunden werden.“ Damit verschwinden auch diese Venenabschnitte und können keine Krampfadern mehr bilden. Das venöse Blut kann somit auf dem Weg zum Herz unbehindert in der gesunden Leitvene bleiben. 

Patientenvorteile

Ein kleiner Zusatzeingriff, der - abgesehen von der verbesserten Nachhaltigkeit - weitere große Patientenvorteile bringt: „Da auch dieser Teil der Krampfadern-Sanierung minimal-invasiv abläuft, gibt es danach kaum Hämatome und auch keine sichtbaren Narben. Das bedeutet insgesamt weniger Schmerzen, schnellere Genesung und ein besseres kosmetisches Ergebnis“, erläutert OA Dr. Mellek. Der Patient kann das Spital am Tag danach verlassen, trägt nur für wenige Tage Kompressionsstrümpfe und kann seinen Einkauf ab dem zweiten Tag wieder selbst nach Hause tragen oder seinen sportlichen Hobbies nachgehen.

Genaue Diagnostik ist entscheidend

„Voraussetzung für die richtige Wahl des Eingriffs ist eine exakte präoperative Diagnostik. Diese muss Ort und Ausdehnung der erkrankten Venenabschnitte sowie den sogenannten Reflux (=pathologischer Rückfluss des Venenblutes aus den tiefen Bein- und Beckenvenen durch undichte Venenklappen) im Stehen feststellen“, gibt Prim.Univ.-Prof. Dr. Georg Bischof, Vorstand der Gefäßchirurgie am Evangelischen Krankenhaus, zu bedenken. 

Dank Farbultraschall ist die Diagnose heute in spezialisierten Zentren rasch und schmerzlos möglich. Nur mehr in ganz seltenen Fällen ist noch eine Phlebographie (KM-Venenröntgen) erforderlich. 

Infos: ekhwien.at, vein-art.at 

Krampfadern – einige Facts:

Venenleiden sind zur echten Volkskrankheit geworden: Jeder vierte bis fünfte Erwachsene ist hierzulande von chronischen Venenerkrankungen unterschiedlichen Ausmaßes und Schweregrades betroffen - Tendenz steigend! Speziell Krampfadern (Varizen) sind weit verbreitet. 

Sichtbare Krampfadern sind allerdings nicht nur ein kosmetisches Problem, sondern vor allem eine ernst zu nehmende Venenerkrankung. Unbehandelt führen sie zu bleibenden Hautveränderungen und in letzter Konsequenz zu nicht abheilenden Geschwüren, also zum gefürchteten offenen Fuß. Je größer das Ausmaß der Venenerweiterung, desto mehr steigt auch das Thromboserisiko!

Begünstigt werden Krampfadern durch eine angeborene Bindegewebsschwäche und weiters durch jahrelanges, starkes Übergewicht, einen vorwiegend stehenden Beruf, Bewegungsarmut und Rauchen. 

Ein Meilenstein zur hochpräzisen Diagnose

Kniearthroskopie "durchs Schlüsselloch" mit Synergy ID ©Markus Gurschler
Prim. Dr. Johannes Karl Stopfer, Abteilungsleiter der Ambulanz  (Quelle: privat)
Prim. Dr. Johannes Karl Stopfer (Quelle: privat)
Prim. Univ.Doz. Dr. Thomas Müllner, PHD., Abteilungsvorstand der Orthopädie (Quelle: privat)
Prim. Univ.Doz. Dr. Thomas Müllner, PHD (Quelle: privat)

Mit neuer, künstlicher Intelligenz im OP bietet das Evangelische Krankenhaus erhebliche Patientenvorteile 

„Wenn du es nicht wirklich gut siehst, kannst du es nicht optimal behandeln!“ Über diese Feststellung sind sich Orthopäden und auch Viszeralchirurgen längst einig. Schließlich laufen mittlerweile fast jeder Eingriff im Bauchraum und zahlreiche Operationen an den Gelenken “durchs Schlüsselloch“, bzw. in Form einer Arthroskopie ab. Dabei gilt es, oftmals winzige Gefäße und Gewebsabschnitte zu beurteilen, unter anderem in punkto Durchblutungsqualität. All‘ das geschieht unter dem Gesichtspunkt einer raschestmöglichen Heilung.

Ein neues High-Tech- Instrumentarium stellt jetzt einen Meilenstein für die Diagnosesicherheit und – darauf aufbauend – für die Optimierung von Behandlungs- und Reha-Ergebnissen dar. Das in den USA entwickelte SynergyID  System projiziert die Details im Operationsgebiet in einer nie dagewesenen Präzision auf den Bildschirm. „Wir erhalten jedes kleine Detail in hochmoderner 4K-Auflösung, also viermal so scharf wie in HD. Aber der entscheidende Unterschied zu bisher ist die Nahinfrarot-Fluoreszenz, die uns eine exakte Befundung der Durchblutung von Gewebeteilen liefert“, erläutert Univ.-Doz. Prim. Dr. Thomas Müllner, Orthopädievorstand am Evangelischen Krankenhaus.

Patientenvorteile

Die neue Bildgebungs-Technologie im Operationssaal bringt klare Patientenvorteile. Prim. Thomas Müllner: „Der während des Eingriffs kurzfristig intravenös eingebrachte ICG-Marker zeigt präzise an, wo etwa Knorpel, Kreuzband oder Meniskus am besten durchblutet sind. Damit können Behandlungsschritte wie das Legen von Bohrkanälen oder Verankerungen noch punktgenauer gesetzt werden. Das verkürzt Eingriffs- und Narkosezeiten und beugt Komplikationen vor.“ Die neue Technologie lässt auch weniger Flüssigkeit ins benachbarte Gewebe abfließen: „Ein großer Vorteil, denn Schwellungen in Knie oder Schulter sind dadurch geringer, der Patient hat weniger Schmerzen und Reha-Maßnahmen können individuell-zielgerechter ansetzen.“ 

Auch im Bereich der Bauchchirurgie, wo man schon einige Monate Erfahrungsvorsprung hat, sind die Patientenvorteile evident: „Wir setzen das so genannte Indocyaningrün (ICG) als fluoreszierenden Marker bei der Beurteilung von Geweben, Organen und Lymphen immer öfter bei Eingriffen im Magen-/Darmtrakt ein. Damit lässt sich sehr exakt beurteilen, wo die ideale Stelle liegt, um etwa zwei Darmstücke wieder sicher haltbar miteinander zu verbinden, auch bei Gallenblasenentfernungen dient der Marker zur Darstellung und sicheren Präparation von Gallengängen und Blutgefäßen.“, erklärt Chirurg Prim. Dr. Johannes Karl Stopfer, Vorstand der interdisziplinären Ambulanz am Evangelischen Krankenhaus.

Gefäßzentrum in Wien eröffnet

OA Dr. Herbert Mendel, Prim. Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Feil, Prim. Univ.-Prof. Dr. Georg Bischof, OA Dr. Silvia Hoffmann
OA Dr. Herbert Mendel, Prim. Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Feil, Prim. Univ.-Prof. Dr. Georg Bischof, OA Dr. Silvia Hoffmann

Evangelisches Krankenhaus leistet seit Jänner einen wichtigen Beitrag zur Versorgung von Patienten mit schweren Durchblutungsstörungen

(Wien, Jänner 2017) Jährlich sterben in Europa bereits mehr Menschen an den Folgen der Atherosklerose als an Krebs. Was diese Erkrankung so gefährlich macht, ist die Tatsache, dass sie praktisch den ganzen Körper betrifft. Zumeist zeigen sich die folgenschweren Gefäßverengungen als erstes in den Beinen. Speziell das in der Fachsprache als periphere arterielle Verschlusskrankheit (PAVK) bezeichnete und im Volksmund – verniedlicht - „Schaufensterkrankheit“ genannte Leiden ist auf dem Vormarsch: Risiko für Amputationen und Folgekrankheiten senken.


Ewa jeder Zehnte leidet ab dem 55. Lebensjahr an schmerzhaften Verengungen der Arterien im Bereich der Becken- und Beinregion. Bei den über 65-Jährigen sind etwa 20 Prozent betroffen, in der Altersgruppe 80+ schon mehr als ein Drittel. Die fatale und oft letale Folge: Binnen fünf Jahren nach der Diagnose erleiden rund 40% der Betroffenen einen Herzinfarkt oder Schlaganfall. Mehreren Tausend Gefäßpatienten müssen im weit fortgeschrittenen Stadium Zehen, Fuß oder gar ein Bein amputiert werden. Als besonders gefährdet gelten Raucher, Diabetiker und Menschen mit hohen Cholesterinwerten.


Erst kürzlich wurde auf einer Pressekonferenz vor dem Vormarsch der „Schaufensterkrankheit“ gewarnt und der Mangel an gefäßmedizinischen Zentren in Österreich kritisiert. Das Evangelische Krankenhaus-Wien hat diesem Umstand bereits Rechnung getragen und im Jänner die neue Abteilung für Allgemein- und Gefäßchirurgie im Verbund der Chirurgischen Abteilungen eröffnet. Sie wird von dem erfahrenen Allgemein- und Gefäßchirurgen, Prim. Univ.-Prof. Dr. Georg Bischof, geleitet. Ihm zur Seite steht ein gut eingespieltes Team von Gefäßchirurgen, das bereits seit Jahren eng mit der internistisch-angiologischen Abteilung (Leiter: Prim. Dr. Thomas Maca) und mit der neurologischen Abteilung (Vorstand: Prim. Univ.-Doz. Dr. Udo Zifko) zusammenarbeitet. Gemeinsam mit der radiologischen Abteilung von Prim. Univ.-Prof. Dr. Bernhard Schwaighofer („Diagnosehaus 18“) stehen Patienten somit sowohl diagnostische als auch alle therapeutischen Methoden zur Verfügung, um Durchblutungsstörungen adäquat nach höchsten medizinischen Standards behandeln zu können. Dazu zählt auch die professionelle Versorgung hartnäckiger Wunden, die im Evangelischen Krankenhaus unter der Ägide der zertifizierten Wundmanagerin DGKS Andrea Ritzengruber angeboten wird.


Neben der arteriellen nimmt auch die venöse Gefäßchirurgie seit Jahren einen wesentlichen Stellenwert am Evangelischen Krankenhaus ein. Alle bereits erprobten Methoden der Varizen- und Ulkuschirurgie werden hier angewendet und angeboten. Nach Interventionen und Operationen werden Patienten an der Abteilung für Anästhesie und Intensivmedizin (Leitung: Fr. Prim. Prof. Dr. S. Kozek-Langenecker) sicher und professionell betreut.

Das Team Gefäßchirurgie: Prim. Univ.-Prof. Dr. Georg Bischof, Prim. Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Feil, OA Dr. Herbert Mendel, OA Dr. Silvia Hoffmann

Wann soll der „Stoßdämpfer“ operiert werden?

Prim. Dr. Thomas Müllner

Mein Meniskus am rechten Knie ist schon ziemlich beeinträchtigt und schmerzt manchmal bei längerem Gehen immer wieder. Ich bin 74. Macht da eine Operation noch Sinn?

„Nicht jeder Meniskusschaden muss operiert werden, vor allem dann nicht, wenn es sich um einen abnützungsbedingten Schaden handelt. Bestehen bereits altersbedingte Begleiterscheinungen wie Muskelschwäche oder Arthrose, sind konservative Behandlungen wie Infiltrationen, physiotherapeutische Übungen und Krankengymnastik sinnvoll. Entscheidend für die weitere Behandlung sind unter anderem Alter, Beruf und sportliche Aktivitäten des Patienten sowie Schwere und Lokalisation des Risses. Auch Vor- oder Begleitverletzungen des Kniegelenks müssen abgeklärt werden. Eine OP sollte bei Belastungsschmerzen oder ständigen Bewegungseinschränkungen ins Auge gefasst werden.

Oberstes Ziel ist immer der größtmögliche Erhalt des Meniskus. Denn nur so kann seine stoßdämpfende Funktion erhalten bleiben und das Kniegelenk vor vorzeitigem Verschleiß, sprich Arthrose, geschützt werden.“

Kleine Risse können problemlos geglättet werden. Sofern bei größeren Rissen möglich, wird der Meniskus mittels arthroskopischer Operationsnahttechnik erhalten, um eine frühzeitige Arthrose zu vermeiden. Heute können wir bereits bei großen Rissen eine Leitstruktur aus biologischem Material einbringen, sodass Patienten mobiler werden und wieder aktiv am Leben teilnehmen können.“

Prim. Univ.-Doz. Dr. Thomas Müllner
FA für Orthopädie und orthopädische Chirurgie
FA für Unfallchirurgie
Vorstand der Abteilung für Orthopädie und Traumatologie

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