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EKH-aktuell

Expertentipp

OA Dr. Carlos Alberto HENRIQUEZ PUIG

OA Dr. Carlos Alberto HENRIQUEZ PUIG

Oberarzt

Orthopädische Abteilung 

Details

„Ich wache häufig in der Nacht mit Schmerzen in den Fingern auf, die teilweise bis in die Schulter ausstrahlen. Was kann ich dagegen tun?“

„Eine mögliche und häufige Ursache für solche Beschwerden ist ein Karpaltunnel Syndrom. Hier wird der Medianusnerv im Bereich des Handgelenks gedrückt und es entstehen Schmerzen, Kribbeln und Taubheitsgefühl, insbesondere im Daumen, Zeige- und Mittelfinger, die bis zu einer Störung der Feinmotorik führen können. Die Gründe für eine Bedrängung des Nervs sind vielseitig, häufig aber besteht eine Veranlagung dafür. Auch besondere Belastungen im Handgelenk oder hormonelle Veränderungen (z. B. Schwangerschaft oder Hormontherapie) können ein Karpaltunnelsyndrom begünstigen. Die Diagnose kann häufig mit einer Messung der Nervenleitgeschwindigkeit bestätigt werden, manchmal ist zusätzlich ein Ultraschall des Nervs notwendig. Je nach Schweregrad kann man unterschiedlich behandeln. In sehr schweren Fällen oder wenn konservative Maßnahmen wie eine Nachtlagerungsschiene nicht helfen, kann der Nerv durch die Spaltung des Karpalbandes chirurgisch entlastet werden. Die Operation wird in lokaler Anästhesie durchgeführt, postoperativ ist eine Schonung der Hand für ca. drei Wochen empfohlen um eine überschießende Vernarbung zur vermeiden. Eine rechtzeitige und adäquate Therapie des Karpaltunnelsyndroms ist wichtig, um eine dauerhafte und irreparable Schädigung des Nervs zu verhindern.“