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Im Kampf gegen den Krampf!
Falsche Lebensgewohnheiten hinterlassen bekanntlich ihre Spuren: Durch Übergewicht und kontinuierliche Fehlbelastung leiden unsere Gelenke. Zu üppiges Essen und Bewegungsmangel führen zu Fettablagerungen und Gefäßverschlüssen mit eingeschränkter Gehfähigkeit. Stress, Stoffwechselstörungen wie Diabetes, aber auch Alkoholkrankheit verursachen Nervenleiden wie etwa Polyneuropathie. All dies führt zumeist zu sehr unangenehmen und extrem schmerzhaften Krämpfen und kann in Kombination mit anderen Leiden noch ausgeprägtere Beschwerden bewirken. Somit bedarf es einer guten Diagnostik als Grundlage einer erfolgreichen Therapie.
Wann und wo genau schmerzt es im Bein? Woran erkenne ich, welcher Facharzt der richtige für meine Beinschmerzen ist?
Krampf beim Gehen: Gefäßmediziner/Angiologe
„Die bei der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit (PAVK), auch „Schaufensterkrankheit“ genannt, auftretenden Krämpfe sind belastungsabhängig. Das bedeutet, sie treten nach einer längeren Wegstrecke durch Minderdurchblutung der Beinmuskulatur auf. Je weiter die Gefäßverengung fortgeschritten ist, umso kürzer wird die beschwerdefreie Wegstrecke. Liegt eine Stenose (Einengung) der Beckenschlagader vor, tritt der Krampf vor allem beim Bergaufgehen oder Stiegensteigen auf und äußert sich schmerzhaft in der Gesäßmuskulatur oder am Oberschenkel. Besteht der Gefäßverschluss im Oberschenkel, quälen die Krämpfe in der Wade“, so Prim. Dr. Thomas Maca.
Arthrose-bedingte Krämpfe: Orthopäde
Starke Abnützung in den Gelenken führt oft – schmerzbedingt – zu Schonhaltungen. Hier genügt oft, sich nur aus der Ruhelage fortzubewegen und schon schmerzen die betroffene Hüfte, das Knie oder andere Gelenke samt umgebender Muskulatur. Nach wenigen Metern kommt es automatisch wieder zur Schonhaltung, die zwar die Arthrose geschädigten Gelenke entlastet, jedoch auf Dauer zu einer Fehlbelastung in anderen Gelenken führen kann.
Krampf beim Sitzen/Liegen: Neurologe
Schmerzhafte Krämpfe in den Füßen, die im Ruhezustand auftreten, sind zumeist ein Fall für den Neurologen. Sind beide Beine gleichzeitig betroffen, kann das auf Neuropathie, ein Nervenleiden, zurückzuführen sein. Betrifft der ziehende Krampf nur ein Bein, weist auch dies auf eine Irritation der Nervenwurzeln, zumeist entlang der Lendenwirbelsäule, hin.
Krampf nach langem Sitzen und Stehen: Gefäßmediziner/Angiologe
„Bei Menschen mit Venenklappenschwäche kommt es tagsüber zu zunehmender Überfüllung der Beinvenen. Nach längerem Sitzen ohne Pause (z.B. im Flugzeug) oder bei längerem Stehen macht sich ein
Schweregefühl mit ziehenden bis krampfartigen Schmerzen bemerkbar. Durch Hochlagern der Beine nehmen die Beschwerden wieder ab“, so OA Dr. Michael Mellek. Darüber hinaus können auch hormonelle
Störungen bzw. ein in Schieflage befindlicher Elektrolythaushalt durch Verlust von Natrium, Magnesium, Kalium oder Kalzium zu diffusen Krämpfen führen. Dies lässt sich durch eine Blutuntersuchung feststellen.
Diagnose und Therapie
Viele der geschilderten Beschwerden sind nur durch fachübergreifende ärztliche Zusammenarbeit optimal zu behandeln. Dafür steht im Evangelischen Krankenhaus ein bestens ausgebildetes, gut miteinander kommunizierendes Expertenteam bestehend aus Internisten, Gefäßspezialisten, Orthopäden, Neurologen zu Verfügung, das auf eine im Haus etablierte, modernste Röntgendiagnostik und Nuklearmedizin zurückgreifen kann.
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