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Expertentipp
„Meine Osteoporose-Werte waren bei der letzten Knochendichtemessung wieder schlechter, muss ich vor etwaigen Gelenksoperationen Angst haben?“
„Osteoporose ist eine systemische Knochenerkrankung, die durch eine reduzierte Knochendichte und eine erhöhte Frakturgefahr gekennzeichnet ist. Arthrose ist eine degenerative Gelenkerkrankung, die mit dem Abbau des Gelenkknorpels, Knochenveränderungen (Verdichtungen, Randanbauten) und Gelenkentzündungen einhergeht. Diese beiden Erkrankungen des Bewegungsapparates können zusammen auftreten, sind aber nicht zwangsläufig miteinander vergesellschaftet. Während Arthrose oft mit einer erhöhten Knochendichte in den betroffenen Gelenken verbunden ist, betrifft Osteoporose das gesamte Skelettsystem. Beide Erkrankungen teilen jedoch einige gemeinsame Risikofaktoren wie Alter, Bewegungsmangel, Hormonveränderungen (z. B. nach der Menopause) und genetische Faktoren, weshalb sie insbesondere im höheren Alter häufiger gemeinsam vorkommen. Bei Osteoporose ist es wichtig, durch einen gezielten Lebensstil das Fortschreiten der Krankheit zu verlangsamen, das Sturzrisiko zu minimieren und die Knochenstabilität zu erhalten. Eine knochenfreundliche Ernährung (Kalzium, Vitamin D, Eiweiß), regelmäßige Bewegung insbesondere Krafttraining (!), Gleichgewichtstraining zur Sturzprävention und ggf.medikamentöse Osteoporose Therapie sind die wichtigsten Maßnahmen, um Frakturen zu vermeiden und die Lebensqualität zu erhalten. Eine Gelenkersatzoperation (Totalendoprothese) ist mit unseren modernen minimalinvasiven Operationsmethoden und Prothesendesigns auch bei Osteoporose gut möglich, erfordert aber eine sorgfältige präoperative Planung. Eine frühzeitige Abklärung mit dem Orthopäden und ggf. einem Osteologen ist wichtig, um die besten Voraussetzungen für eine erfolgreiche Operation zu schaffen.“