EKH-aktuell
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Expertentipp
Prim. Univ.-Doz. Dr. Thomas MÜLLNER, PhD
Abteilungsvorstand, Abteilungsleiter
Orthopädische Abteilungen
Orthopädie und Sportchirurgie
„Ich benötige ein Hüftprothese und habe davon gehört, dass man diese OP im Evangelischen Krankenhaus auch narbenfrei durchführen kann?“
„Die Bikini-Inzision im Rahmen der minimal-invasiven AMIS-Methode ermöglicht eine schonende Implantation von Hüftprothesen und überzeugt insbesondere durch ästhetische Vorteile.
Im Evangelischen Krankenhaus wird nun neben dem klassischen Längsschnitt auch die sogenannte Bikini-Schnittführung angewendet. Dabei handelt es sich um einen quer verlaufenden Hautschnitt, der den natürlichen Spannungslinien der Haut folgt. Dieser schräg orientierte Schnitt entlang der Leistenbeugefalte reduziert die Spannung auf die Wundränder, minimiert Weichteilschäden und fördert eine schnellere Wundheilung. Dabei sind natürlich alle Vorteile der AMIS-Technik erhalten, da die Muskulatur um das Gelenk intakt bleibt und eine frühe Mobilisation sogar schon am Operationstag möglich ist.
Besonders für Frauen bietet diese Technik einen kosmetischen Vorteil, da die Narbe unauffällig in der Hautfalte liegt. Die Operationsnarbe, die durch diese Technik entsteht, ist meist so unscheinbar, dass sie von einem Bikini verdeckt werden kann. Allerdings eignet sich der Bikini-Schnitt nicht für alle Patienten. Faktoren wie individuelle Anatomie, das Ausmaß der Gelenkschädigung oder der allgemeine Gesundheitszustand spielen eine entscheidende Rolle. Ein ausführliches Beratungsgespräch bei einem Hüftspezialisten vor der Operation ist daher unerlässlich.“

