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Wenn die Zelle das eigene Immunsystem bekämpft
Prim. Priv.-Doz. Dr. Peter PEICHL, MSc
Ärztlicher Direktor, Abteilungsvorstand, Abteilungsleiter
Abteilungen für Innere Medizin
Interne I: Haematologie u. Onkologie
Interne V: Rheumatologie
Autoimmunerkrankungen entstehen meist nicht durch nur eine einzige Ursache, stattdessen spielen mehrere Faktoren zusammen. Dazu gehören genetische Veranlagungen, Umwelteinflüsse- und -Gifte sowie der persönliche Lebensstil. Auch bestimmte Viren können das Immunsystem beeinflussen und möglicherweise eine Autoimmunreaktion auslösen.
Bekannte Beispiele sind etwa Psoriasis (Schuppenflechte), rheumatische Arthritis, Multiple Sklerose, Hashimoto oder chronisch-entzündliche Darmerkrankungen, um nur einige der mehr als 100 bekannten Formen zu nennen.
Menschen mit einer erblichen Veranlagung haben ein höheres Risiko, an einer Autoimmunerkrankung zu erkranken. Allerdings bricht die Krankheit oft erst aus, wenn zusätzliche Auslöser hinzukommen. Dazu zählen beispielsweise Stress, Rauchen, ungesunde Ernährung oder Umweltgifte. Zudem stehen einige Virusinfektionen im Verdacht, das Immunsystem so zu verändern, dass es körpereigene Zellen angreift.
Welche Therapien gibt es?
Die Behandlung von Autoimmunerkrankungen zielt darauf ab, die fehlerhafte Immunreaktion zu stoppen oder zu dämpfen und Symptome zu lindern. Die Basis bilden meist entzündungshemmende Medikamente und Immunsuppressiva. Zudem können moderne Biologika, physikalische Therapien sowie eine angepasste Lebensweise (Ernährung, Stressmanagement) helfen.
